Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Reichenbach erfolgte im Februar 1930. Bei einer Versammlung im Gasthaus „zur Rose“ war das Ziel die Gründung einer eigenen freiwilligen Feuerwehr in Reichenbach. Hierzu erklärten sich 30 Personen bereit, um den freiwilligen Feuerwehrdienst zu leisten, welche hauptsächlich freiwillig verpflichtet waren für den Notfall bereit zu stehen. Daraufhin wurde ein Vorstand gewählt:

Wehrführer: Heinrich Petry ; Brandmeister: Karl Rühl ; Schriftführer : Ewald Fritz ; Kassierer: Karl Bach

Die Ausrüstung erfolgte in den nächsten 14 Tagen durch die Familie Kurz aus Wiesbaden - Igstadt. Es entstand nicht zuletzt durch fleißiges Üben eine schlagkräftige Truppe. Als dann 1939 der Krieg ausbrach hatte man schlichtweg Mangel an Männern. So benötigte man zum Beispiel alleine zum Betrieb der alten Saug- und Druckspritze 10 Mann! Zum Ende des 2. Weltkrieges gab es in Folge dessen keine Feuerwehr mehr in Reichenbach, weil einige Feuerwehrmänner gefallen oder bis heute noch vermisst sind. Am 15. Januar 1947 erfolgte eine Einladung zur Bürgerversammlung im Saalbau Schmidt durch Bürgermeister Gottlieb Müller. Der Anlass der Versammlung war, die niedergelegte Wehr wieder aufzubauen. Ehemalige Gründermitglieder und 16 Neumitglieder waren bereit wieder Uniform zutragen und es wurde erneut ein Vorstand gewählt:

Brandmeister: Rudolf Rücker ; Stellvertreter: Otto Göbel ; Kassierer und Schriftführer: Erwin Schmidt ; Gerätewart: Heinrich Perty²

Am 26. Februar 1955 feierte die freiwillige Feuerwehr 25-jähriges Bestehen im Hotel Tenne. Zu diesem Anlass bekam die Wehr eine Tragkraftspritze mit 800l Förderleistung, übergeben von Bürgermeister Albert Bachon. Ende der 70er Jahre fand das nächste größere Ereignis statt, die Wehr bekam ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Am 17. - 18. Mai 1980 feierte die Feuerwehr ihr 50-jähriges Bestehen, dazu wurde eine gemeinschaftliche Angriffsübung der Waldemser Feuerwehren und ein Tag der offenen Tür durchgeführt.

Niederems: 1973 war Gründung der Jugendfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Niederems. Die Feuerwehr erhält 1990 aus einer Beschaffungsaktion des Landes Hessen ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug. Dieter Bastian gibt 1991 das Amt des Wehrführers an Matthias Bastian weiter. Ein Jahr später legt er sein Amt wieder ab, sein Nachfolger wird Michael Rauch. 2001 legt auch Michael Rauch sein Amt ab und neuer Wehrführer wird Markus Hannemann.

Steinfischbach: 1979 wird das Steinfischbacher Gerätehaus um eine Fahrzeugshalle erweitert. 1980 wird Klaus Deusinger Wehrführer und 3 Jahre später ist Rainer Lohnstein Nachfolger. 1987 führt Hans-Dieter Beck das Amt des Wehrführers weiter. 1989 kommt zu dem Tragkraftspritzenfahrzeug ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) hinzu. 1991 wird Dieter Günther Wehrführer und ein Jahr später übernimmt Jörg Rohmann das Amt des Wehrführers. 1995 stellt die Feuerwehr einen selbst umgebauten Gerätewagen mit 2000 Liter Wassertrank in Dienst. 1998 wird Torsten Diehl neuer Wehrführer.

Bermbach: 1974 wird die Jugendfeuerwehr Bermbach gegründet. 1976 erhielt Bermbach ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8). 1989 sponsert de Förderverein der Feuerwehr eine gebrauchten Mercedes-9-Sitzer. 1990 beschafft der Förderverein der Feuerwehr 2 zusätzliche Atemschutzgeräte. Johannes Krauß legt nach 20 Jahren sein Amt ab, Nachfolger ist Kai-Uwe Amstutz. 1993 findet vor dem abriss des ehemaligen Hotels eine Großübung alles Waldemser Feuerwehren statt. 1997 legt Kai-Uwe Amstutz sein Amt als Wehrführer ab, Stefan Hies wird Nachfolger. Das LF 8 wird im Jahr 2001 durch ein LF 10/6 ausgetauscht. Nach langjährigen Diskussionen wird das Gerätehaus 2006 erweitert. Im Januar 2007 beginnen die Baumaßnahmen für die Erweiterung des Gerätehauses, im März ist Richtfest und im Juni geht der Anbau in betrieb und der Umbau des Altteils beginnt.  

Entwicklung der Wehr in den letzten 25 Jahren

1980 wurde die Wehr mit Funk ausgestattet, was eine starke Erleichterung war. Nun bestand die Möglichkeit mit anderen Wehren und der Einsatzleitstelle bei Einsätzen zu kommunizieren. Im selben Jahr fand eine Neueinkleidung der Aktiven und eine Renovierung des in die Jahre gekommenen Gerätehauses statt. Im Jahre 1984 wurde von der freiwilligen Feuerwehr Reichenbach die Reichenbacher Grillhütte errichtet.

1990 bekam die FFW Reichenbach Funkmeldeempfänger, damit jeder Feuerwehrmann prinzipiell zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar ist. Zudem kam die Anschaffung eines gebrauchten Mannschaftstransportwagen (MTW), sodass die Einsatzkräfte nicht mehr auf die Nutzung von privaten Pkws angewiesen waren. Im Dezember 1993 bekam die FFW Reichenbach ein neues TSF als Ersatz für das – nun ja - doch etwas in die Jahre gekommene TSF.

Im Zeitraum von 1995-1997 fand ein Umbau des Gerätehauses statt und 1997 hielt dann auch ein neues MTW Einzug in die neue Halle. Leider musste im selben Jahr die Frauenlöschgruppe mangels Beteiligung aufgelöst werden, jedoch ist die heutige Wehr eine gemischte Wehr und besteht sowohl aus männlichen als auch weiblichen Einsatzkräften.